Februar 2017

Schlechter Schlaf - schlimme Folgen

Eine von der Krankenkasse Knappschaft in Auftrag gegebene Forsa-Umfrage enthüllt Ergebnisse zum Schlafverhalten der Deutschen und zeigt, wie gefährlich zu wenig Schlaf ist.

Laut Forsa erleben 53 %  der über 1.500 befragten Bundesbürger über 18 Jahre ihren Schlaf als nicht erholsam. Sieben Stunden, so heißt es, gelten laut amerikanischer Schlafakademie als optimale Schlafdauer. Wer aber dauerhaft zu wenig oder schlecht schläft, muss mit Konsequenzen rechnen, sogar zulasten der Lebenserwartung.

Warum das so ist?

In ruhelosen Nächten schüttet der Körper vermehrt Stresshormone aus, die unter anderem das Herz-Kreislauf-System belasten. Weitere langfristige Folgen drohen den Schlaflosen: Übergewicht, Bluthochdruck, psychische Erkrankungen, Tagesmüdigkeit, Stimmungsschwankungen oder Konzentrationsprobleme. Nach Einschätzung von Medizinern haben sich Schlafstörungen inzwischen zu einer regelrechten Volkskrankheit entwickelt.

Wie kommt es zu diesen Schlafproblemen, warum nehmen sie zu und was verhilft uns wieder zu gutem Schlaf? Die Studie liefert folgende Antworten:

1. Keine Regeneration:
PCs und Smartphones vor dem Schlafengehen verhindern einen ruhigen Schlaf.

2. Trennung von Arbeit und Freizeit
Die ständige Erreichbarkeit und die technischen Möglichkeiten, auch von daheim zu arbeiten, lassen die Grenzen von Arbeit und Freizeit verschwimmen. Das hindert daran, dass man zu Hause abschaltet und danach gut schläft.

3. Aktivierung statt Entspannung
Statt vor dem Einschlafen ein Buch zu lesen oder Fernzusehen – und dabei passiv Informationen aufzunehmen – surfen Menschen zunehmend unmittelbar vor dem Schlafengehen im Internet. Doch beim Online-Shopping, E-Mail-Verkehr, Facebook-Chats oder Online-Spielen muss das Gehirn sehr viele Informationen verarbeiten. Man sollte Hintergrund-Beleuchtung der Displays dimmen, um sich auf die anstehende Nachtruhe einzustellen. Außerdem sollte nicht im Schlafzimmer gesurft werden, um den Raum gedanklich nicht mit Aktivität in Verbindung zu bringen. Eine Stunde vor dem Schlafengehen sollte man komplett auf PCs, Smartphones und Co. verzichten.

4. Zu viel Stress
Stressige Lebensphasen wühlen den Körper auf, und machen es nachts schwieriger, einzuschlafen. Umso wichtiger ist es, für Entspannung zu sorgen.

5. Angst vor der Schlafstörung
Je mehr man sich Gedanken um die Schlafstörungen macht, desto stärker fördert man sie und steigert sich in das Problem hinein. So wird die Angst zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeihung.

6. Unruhiger Schlaf als Gewohnheit
Wenn Menschen lange Zeit einen unruhigen Schlaf haben, etwa weil sie gerade ein Kind bekommen haben, wird dieser Zustand für den Körper irgendwann zur Gewohnheit. So können Menschen auch Jahre nachdem ihr Baby das letzte Mal nach der Flasche geschrien hat, immer noch einen unruhigen Schlaf haben. Dagegen kann eine Verhaltenstherapie helfen.

7. Es fehlt ein Ritual
Ein individuelles Einschlafritual sollte geschaffen werden, z. B. ein Tasse Tee oder Milch vor dem Schlafengehen. Der Körper stellt sich bald darauf ein, dass nun Einschlafphase folgt, die einem dann leichter fällt.

8. Innere Uhr passt nicht
Manche Menschen können einfach erst in den frühen Morgenstunden einschlafen, weil sie Nachtschwärmer sind. Bei ihnen stimmt die innere Uhr nicht mit dem regulären Tag-Nacht-Rhythmus zusammen. Die Schlafstörungen, die dadurch entstehen, kennen Menschen ohne dieses Problem, etwa bei einem Jetlag oder während Schichtarbeit. Der Besuch bei einem Arzt kann helfen, gegen diese Schlaf-Wach-Rhythmus-Störungen zu arbeiten.

9. Albträume
Albträume treten immer mal wieder auf – und können Menschen aus dem Schlaf reißen. Sind sie jedoch chronisch und kehren regelmäßig wieder, können dahinter psychische Probleme stecken.

10. Zu viel Alkohol, Zigaretten und Kaffee
Alkohol, Koffein oder Nikotin können Menschen um ihren Schlaf bringen. Auf diese  sollte man tunlichst vor der Schlafenszeit verzichten.

11. Eine falsche Unterlage
Jeder Mensch ist anders – und damit auch jeder Rücken. Durchgelegene und unpassende Matratzen, Rahmen und Kissen können für unangenehmen Schlaf sorgen.

Wir von Schlafkultur helfen Ihnen, die mit Sicherheit passende Bettausrüstung zu erhalten, so dass Sie morgens gesund, energiegeladen und mit einen strahlenden Lächeln den Tag beginnen.

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