April 2019

Einschlafprobleme lindern

Dr. Andrew Weil hat eine Technik erfunden, mit der das Einschlafen leichter gelingen soll. Diese Technik wird wahrscheinlich vielen von uns ein Segen sein, vor allem Menschen, die aufgrund von dem im Alltag Erlebten nicht oder nur schwer einschlafen können. Die 4-7-8-Atemtechnik ist sehr einfach anzuwenden und hilft uns dabei, uns auf eine richtige Atemweise zu konzentrieren und dadurch Entspannung zu finden.
Die 4-7-8-Atemtechnik beruht auf Atemübungen, die wir mehrere Male hintereinander wiederholen sollen, bis wir letztendlich einschlafen:
  1. Als erstes sollen wir die gesamte Luft, die sich in unseren Lungen befindet, sanft ausatmen.
  2. Nun den Mund schließen und durch die Nase einatmen während wir dabei bis vier zählen.
  3. Den Atem solange anhalten, bis wir bis sieben gezählt haben.
  4. Wieder komplett ausatmen, bis wir währenddessen erneut bis acht gezählt haben.
Im Allgemeinen erhält diese Einschlaftechnik eine sehr positive Resonanz und das Ergebnis ist vielversprechend. Diese Atemtechnik kann sogar vor einer körperlichen Aktivität, vor einer Präsentation, während eines Fluges, bei dem Erhalt einer schlechten Nachricht oder um uns selbst und unsere Wut zu beruhigen, angewendet werden.
Man geht davon aus, dass diese Technik so wirksam ist, weil sie darauf abzielt, von sorgenvollen Gedanken während des Einschlafens abzulenken. Bei dieser Technik spielt die Wiederholung, so wie es auch bei Mantras, Gebeten oder transzendentalen Meditationen ist, eine entscheidende Rolle.
Trotzdem kann es passieren, dass wir trotz der Anwendung von Einschlaftechniken schlechter einschlafen. Verschiedene Faktoren vor dem Schlafengehen können hierfür verantwortlich sein. Experten auf diesem Gebiet geben uns deshalb folgende Ratschläge, die wir vor dem Schlafengehen beachten sollten:
  • Spätestens ab 6 Stunden vor dem Schlafengehen sollten wir kein Koffein mehr zu uns nehmen.
  • Wenn wir uns zum Schlafen hinlegen, sollten wir seit mindestens 2-3 Stunden nicht mehr geraucht oder Alkohol getrunken haben.
  • Keine überaus anstrengenden körperlichen Betätigungen.
  • Nicht mehr viel essen und oder trinken, aber auch nicht hungrig ins Bett gehen.
  • Nichts essen, wenn wir während der Nacht aufwachen.
  • Die Raumtemperatur sollte nicht mehr als 23 °C betragen. Helligkeit und störende Geräusche im Schlafzimmer sollten verringert werden.
  • Wir sollten harte Kopfkissen vermeiden.
  • Wenn wir einen Mittagsschlaf halten, sollte dieser kurz ausfallen.
  • Wir sollten unseren Wecker außerhalb des Raumes platzieren, um so einem Gefühl von Angst vorzubeugen.
  • Wir sollten uns nur in unser Bett legen, wenn wir müde sind.
  • Wenn wir innerhalb von 15-20 Minuten nicht einschlafen, so sollten wir noch einmal aufstehen und einer ruhigen Tätigkeit nachgehen, damit wir uns erst dann wieder hinlegen, wenn wir wirklich müde sind.
  • Wir sollten einen routinierten Alltag haben und uns nur ins Bett begeben, um dort zu schlafen oder sexuellen Beziehungen nachzugehen.
Falls du trotz Einschlaftechniken und dieser Ratschläge über einen längeren Zeitraum Schwierigkeiten beim Einschlafen haben solltest, ist es ratsam, einen Psychologen aufzusuchen, der dir bei der Lösung deiner Probleme hilft. Denn wie sagt ein deutsches Sprichwort so schön: „Das Recht ist des Wachenden, das Glück des Schlafenden.“
 
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